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FF*-TAO-AUM (*fèi fǔ – bottom of the heart) Der aktuelle Blog- eine unendliche Geschichte

5
Apr

FF*-TAO-AUM   

(*fèi fǔ – bottom of the heart)

Der aktuelle Blog- eine unendliche Geschichte

 

In einer ersten Annäherung die, Teilen der Akupunktur –und Marma Lehre nahestehenden Philosophien, dem DAOISMUS (Lehre des Wegs), dem Buddhismus und der Hinduismus mit neuzeitlichen westlichen psychologischen und psychoanalytischen Schulen zu verbinden (Schnittmengen aufzeigen) birgt, nach genauerer Analyse, einige Ungenauigkeiten und Schwierigkeiten. Auch wenn meine Interpretationen aus der Praktischen Erfahrung, in der Arbeit mit chronischen Schmerzen und deren psychologisches Hintergrundrauschen, eine Schlüssigkeit in sich haben, halten Sie der Expertise, weder der Kenner der westlichen Psychologie als auch den, wenn auch wenigen, holistischen Akupunkturtherapeuten, nicht genügend stand, schlimmer sie verwirren mehr als sie erhellen könnten. Das wäre noch im Bereich des tolerablen, aber die, für die es im eigentlichen gedacht ist, die von chronischem Schmerz, ob psychisch oder physisch Betroffenen, wohl beidem, hat es ebenso Verwirrungspotential.

Somit muss ich unter anderen Voraussetzungen mein Vorhaben betreiben, Kernaussagen der Individualpsychologie nach Alfred Adler, in Akupunktur-und Marma Therapiekonzepte einfließen zu lassen.

Ich werde Ihnen aber nichts Neues berichten, keine neue Entdeckung, sondern werde versuchen aufzuzeigen in wie fern Kernaussagen aus der Psychologie nach Adler sich im Körper-Geist Kontinuum, den Meridianen der Akupunktur und den Nadis der Marma und Yoga Therapie auffinden lassen, quasi Köpermanifestationen des Geistes und der Gedanken.

Dabei muss ich außen vor lassen, ob dies die Zustimmung von Alfred Adler gefunden hätte, bzw. seinen Nachfolgern, in den jeweiligen Individualpsychologischen Therapeutischen Gesellschaften, findet. Es ist offensichtlich das mein Gelingen in der theoretischen Ebene um einiges leichter wäre, hätte ich mich an Carl Gustav Jung und die Ihm zugeschriebene analytische bzw. komplexe Psychologie gehalten. Seine Deutung der menschlichen Seelenlandschaft (Bewusstsein und Unterbewusstsein) umfasst Archetypen der Menschheit als Tatsachen, und dazu gehören auch Analogien aus dem Taoistisches Gedankengut.

Die Interpretationen und Ausführungen zwei japanischer „Adlerianer“ (Lit.1,2) mit, für mich und meine Arbeit enthaltenen, praktischen therapeutischen Bedeutungen, veranlassten mich  jedoch dieses Wagnis, ein „Pas de deux“ mit Alfred Adler einzugehen (ohne dabei Adler in den Jung`schen Dualismus Anima und Animus mit reinziehen zu wollen, Lit.20) .

 

Adler selbst wählte den Begriff Individualpsychologie und Folge ich der Interpretationen von Ichiro Kishimi und Fumitake Koga (Lit.1) so bezog sich Adler auf den etymologisch gesehenen Stamm des Wortes Individuum „unteilbar“.

„In der Psychologie Adlers werden körperliche Symptome nicht als getrennt von der Psyche betrachtet. Körper und Geist werden als Einheit gesehen, da ein Ganzes nicht in Teile Zerlegt werden kann“.(Lit.1 S.183 Mit den Grundgedanken der Achtsamkeit und der JETZT Gedanken ist man bei der Arbeit mit Akupunktur, Meditation (ZEN) und Ayurveda/Yoga immer in Berührung, zu Begreifen und zu verinnerlichen ist jedoch ein langer Weg.

 

Dies ist die Voraussetzung für einen psychosomatischen Therapieansatz, und dieser wiederum ist in den tradierten Medizinsystemen der Chinesischen (CM) und Indischen Medizin (Ayurveda / Yoga- AY) in natürlichster Form fest verankert. Selbst der Begriff Psychosomatik ist noch zu ungenau, es gibt nicht den „weil-deshalb“ Weg, eine Illusion der Kausalität, sondern die gemachten Lebenserfahrungen werden immer und unmittelbar gleichzeitig in der Psyche (Gedanken und Emotionen) und der Physis, der körperlichen Reaktion (z.B. Muskelspannung, Schwindel oder Schmerz) erfahrbar. Mal hinkt der Geist nach (z.B. bei animalischen Reflexen /Stammhirn) mal der Körper (Erinnerung, Gedächtnis-Neocortex). Dabei bestimmen eine Grundgestimmtheit (z.B. das bewusste oder unbewusste Ziel, Zweckotrientiert Lit.20) die individuelle Erfahrung und Interpretation.

 

Die Konzepte der zu beschreibenden und im Erleben zu begreifenden Lebenskraft Qi (CM) bzw. Prana (AY), Shen (der Geist), Yin und Yang (die polaren Kräfte allen Erlebens) lassen sich in Ihrem Wirken nicht in Körper und Geist trennen, im Gegenteil sie bedingen einander und durchdringen sich in jeder lebenden Körperzelle und funktionalen Zellformationen (Organe wie Herz und Lunge, dem Darm, den Muskeln und Faszien u.v.m.). (Lit.7,10,13,14)

Somit ist es geradezu zwingend Paralleles aufzuzeigen und therapeutisch zu nutzen.

Dieser neue Blog fußt auf der festen Überzeugung der praktischen Bedeutung und Wirkung der Kernaussagen von Alfred Adler (A.A.), der immanenten Existenz eines im Menschen vorhandenen Potential, einer übergeordneten Freiheit sich immer für sein (DA-) SEIN entscheiden zu können, auch bei noch so verfahrenen und (ab-)wertenden Überzeugungen und Glaubenssätzen, im Bewussten und Unbewussten.

Um diese und weitere überaus hoffnungsvolle, aber auch irritierende Aussagen der Individual Psychologie ihrem angemessenen Wirkpotential gerecht werden zu können ist es folgerichtig und evident nicht auf der Ebene der, überwiegend durch Sprache und Gedanken getragenen Therapie, zu verbleiben.

Um dem, oft unerträglich zähem Anhaften an Überzeugungen, „Wer man Ist und warum man der ist wer man zu sein scheint“, eben –NICHT MEHR ANHAFTEN zu müssen- ist im inneren Dialog eine galaktische Überzeugungskraft notwendig.

Die Buddhistische ZEN Philosophie (die urbane „Hausphilosophie“ der beiden, in Japan beheimateten Adler Interpreten und Anhänger, s.o. und Literatur) und der daraus abgeleiteten Lehre über die Achtsamkeit bietet hilfreiche Informationen um das Wirken von Adler`chen Thesen zu begreifen und in sein Leben einzubinden (auch wenn das Gedankliche Fundament zunächst nicht vereinbar zu sein scheint).

Bringt man die Kernaussagen der Individualpsychologie und Ihre Kommentierungen mit der Philosophie und Mystik der Chinesischen Medizin (CM), des ZEN und Ayurveda zusammen lässt sich das vom ICH errichtete Bollwerk an Abwehr besser überwinden. Auch das vermeintlich auf ein Ziel gerichtete Handeln eines illusionären und temporären ICH bekommt, Punkt für Punkt, Einstich für Einstich, Atemzug für Atemzug und Yoga- Übung für Yoga- Übung etwas mehr Spiel-Raum für etwas Neues und Fremdes, den Plan B, C -> ∞.

Om Darksham Namaha, das Mantra für das 2. Chakra (Lit.4), dem Wasserelement zugeordnet, beschwört das Gesetzt des geringsten Widerstandes. Hier, im Wasserelement findet sich auch die UR-Angst, der Bedrohung unseres individuellen und persönlichen (wozu unser engerer Sozialkreis gehört) Daseins aber auch die Quelle des Mutes sich diesem Ur-Gefühl zu stellen.

Zu Kernsätzen der Individualpsychologie werde ich, Schritt für Schritt, kompatible Konzepte der Akupunktur und Ayurvedamedizin sowie Yoga zu kleinen Übungen verbinden. (Lit.

Die Übungen sind zwischen den Akupunktursitzungen, quasi im Home-Office, geeignet den Energiefluss im Geist- Körper Kontinuum, als Ausdruck des natürlichen Qi und Prana Flusses, anzuregen, Stärke und Kraft auf zu bauen und mit dieser gefühlten Stärke Mut zu spüren und loslassen können, der „Mut normal zu sein“ (Lit.1, Seite 272 f.)

An der Kältetherapie konnte ich dann auch nicht vorbeikommen, ob Kältekammer oder der Kneipguss und das Kälte Bad, wir sind so gestresst und überdreht sowie als Gesellschaft im wahrsten Sinn heiß gelaufen, das wir Gefahr einer „Zellschmelze“ permanent ausgeliefert sind. Einen kühlen Kopf behalten zu können wäre sicher im Sinne Adlers gewesen.

Aber auch hier wird die Akupunktur-Diagnose (Pulsdiagnose) zunächst über Individuelle Konzepte beraten, denn die Kälte Therapie (YIN) darf die Lebens-Wärme (YANG) nicht schwächen.

Der Blog ist wie folgt gegliedert, eine Kernaussage der Individualpsychologie nach Alfred Adler definiert und beschreibt das Kapitel. In der weiteren Untergliederung stelle ich Eins der 5 Elemente (Lehre der CM) und der zugehörigen Akupunkturpunkte vor, gefolgt von Atem und Yoga Übungen, die der Aussage spürbare Kraft und Bestätigung verleiht.

Als ersten Schritt bitte ich Sie Ihrer vorhandenen Resilienzen bewusst zu werden, dazu dient die Frage die Sie sich stellen sollten: “Was habe ich auf diesem Weg nicht schon alles versucht?“

Und dann versuchen sie einzelne, Ihnen vertraute und vom Bauchgefühl gemochte Übungen (ob als Meditation, bewusstes Atmen, Stricken, Yoga, Spülen, Qi-Gong, Bügeln, Feldenkrais Übungen, Autogenes Training, Wandern u.v.m.) erneut zu beleben.

Dabei sollten Sie den Ton im Denkenden Geist, dem nicht selten nörgelnden Kommentator, etwas leiser stellen, umso mit „leererem Herzen-klarer und unbeschwerter“, in Liebe, Fürsorge und Selbstwert wiedergeboren werden, im JETZT.

 

Ein Morgengebet des Zen Mönches Tich Nhat Han kann hier unterstützen:

(Lit.3)

„Ich wache auf und lächele, 24 neue Stunden liegen vor mir,

ich will jeden Augenblick erleben und allen Menschen mit Mitgefühl begegnen.“

 

Zu diesem Kreis gehören auch Sie, und damit sollten Sie beginnen, nur wer sich selbst mit Mitgefühl begegnen kann, ist in der Lage es auch für andere zu empfinden.

(Übertriebene Selbstkritik und auferlegte Befangenheit engt ein, die andere Art der Selbstakzeptanz Lit.1 S.233 ff)

Für Anmerkungen bin ich dankbar, Sie können hierzu das Kontakformular der Praxis verwenden.